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Seit Sex in den Medien allgegenwärtig ist, ist auch Tantra kein rotes Tuch mehr. Meist wird es als ein Sammelsurium von fernöstlichen Praktiken vorgestellt, die das sexuelle Lustempfinden steigern sollen. Wirft man aber einen Blick auf den Buchmarkt oder befragt Kenner der Szene, so zeigt sich ein weit differenziertes Bild. Auf der einen Seite scheint Tantra zu einem neuen Wellness-Trend zu werden, auf der anderen verbergen sich dahinter alte religiöse Traditionen.
dpa-Meldung vom 19.02.2004
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Das erste Nachtcafé in der Alten Seegrasspinnerei zog das Publikum in den Bann Mit dem Thema "Eros" stieß das erste Nachtcafé in der Alten Seegrasspinnerei in Nürtingen auf große Resonanz: Bis auf den letzten Platz waren der Raum in der Plochingerstraße 14 gefüllt. Die Besucher, die zumeist älter als vierzig waren, reuten ihr Kommen nicht: Die angekündigten Gäste, Claudia Gehrke vom Konkursbuch-Verlag in Tübingen und die Unternehmerin in tantrischen Massagen, Lea Söhner, zeigten in beeindruckender Manier ihre Kompetenz auf dem heiklen Feld. Zudem begeisterten die künstlerischen Einlagen, insbesondere den sinnlichen Tänzen von Yvonne Wolf, das Publikum. Die erste Überraschung stellte die Raumdekoration dar: Rote Stoffe über Fenster und Tische sowie aphrodisische Früchte, Granatäpfeln, Bananen und Feigen, zauberten eine anregende Atmosphäre in dem Raum, der sonst vor allem als Kantine genutzt wird. Das Nachtcafé begann mit einigen erotischen Gedichten – unter anderem einem Lautgedicht von Ernst Jandl, das Friedrich Vieth aus Berlin mit betörender Lust intonierte. In seiner Einführung wies der Moderator Thomas Oser sodann darauf hin, dass Eros kein sporadischer Gast im menschlichen Leben sei, sondern uns von der Zeugung bis ins hohe Alter in den Bann schlage. Zur Veranschaulichung las er einen kurzen Text über das vielfältige Liebesleben in einem Senioren-Pflegeheim vor. Der erste Gesprächsgast des Abends, Claudia Gehrke, war nicht wenigen im Publikum schon bekannt, ist doch ihr Konkursbuch-Verlag für Freunde der Erotik im deutschsprachigen Raum ein Begriff. Das Gespräch drehte sich zunächst um die Frage, was eine gelungene erotische Literatur auszeichnet. Gehrke nannte einen feinen Sinn für das, was sich im "Zwischen" zweier Menschen abspielt, und Humor. "Die Texte dürfen den Leser durchaus anmachen, müssen sich aber deutlich vom Niveau der Pornoheftchen abheben." Froh zeigte sich die Verlegerin darüber, dass inzwischen vor allen Frauen unbefangener mit dem Thema "Sex" umgingen: "Vor 25 Jahren, als ich meinen Verlag gegründet habe, ist es noch schwer gewesen, weibliche Autoren zu finden, die über ihre erotischen Fantasien geschrieben haben." Zwischendurch las Gehrke aus dem "Heimlichen Auge" vor, dem von ihr herausgegebenen Jahrbuch für Erotik. Eine Erzählung handelte von einer alten Frau, die trotz schwerer Krankheit von ihrem sexuellen Begehren überwältigt wird. Die zweite, überaus amüsante Geschichte spielte auf der Toilette eines Schnellzuges, in welcher eine Reisende mit der Schaffnerin lustvoll zur Sache kommt. Der zweite Teil des Abends gehörte dann zunächst Lea Söhner, die in Stuttgart das Dakini, ein Institut für tantrische und taostische Massagen, führt. Sie legte dar, dass Tantra, eine uralte, aus Indien und Tibet stammende Religion sei, die die Sexualität nicht verdamme, sondern im Gegenteil heilige. "Tantrische Massagen sind sinnlich erotische Massagen, die in Form eines genau festgelegten Rituals ausgeführt werden", sagte Söhner. Dabei blieben diejenigen, die massiert werden, ganz passiv, sodass sie sich ganz auf ihr eigenes erotisches Erleben konzentrieren könnten und es zu keinem sexuellen Kontakt mit der Masseurin komme. Zu Söhners Kunden zählen nicht nur Männer, sondern auch Frauen und Paare. Für Frauen böten tantrische Massagen, so die Unternehmerin, die Möglichkeit, ihr sexuelles Erleben unabhängig von einem Partner neu zu entdecken. Paare fänden dagegen Anregungen, wie sie ihrem erotischen Leben neue Impulse geben könnten. In Seminaren wird darüber hinaus das tantrische Wissen über Sinnlichkeit und Sexualität in Form von Kursen auch weiter gegeben. Sinnlich und geistig zugleich klang der Abend mit modernen orientalischen Tänzen und einer philosophischen Rede auf den Eros aus. Gehüllt in ausgefallene Gewänder bewegte sich Yvonne Wolf voller Anmut und Geschmeidigkeit im Raum und spielte mit silbernem Gehstock oder bunten Tüchern. Eingebettet in diese animierende Atmosphäre trug Thomas Oser einen Text Platons vor, in dem sich Eros als eine dämonische Macht zeigt, die den Menschen über die Sinnlichkeit hinaus zur Schau eines ideellen Schönen führt. Noch den ganzen Februar über sind in der Seegrasspinnerei die Antworten ausgestellt, die das Publikum des Nachtcafés auf die Frage "Wer oder was ist Eros?" gegeben hat. Darunter finden sich so poetische Äußerungen wie "Eros macht, dass ich auf dem Nacken dessen, der vor mir auf dem Moped sitzt, auf einmal Sonnen gebleichte Härchen entdecke" oder "Eros ist dieses aus der Pubertät bekannte Prickeln, bei dem ich daran erinnert werde, dass ich noch immer dieser dumme Junge bin".
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Hamburg (dpa) 23.12.2004 - Was Sex angeht, so gibt es wohl kein Tabu mehr, das nicht schon gebrochen worden wäre. Auch Gabriel García Márquez erregt mit seinem neuen Kurzroman «Erinnerungen an meine traurigen Huren», in dem ein Greis an seinem neunzigsten Geburtstag mit einem noch unschuldigen Mädchen schläft, keinen Anstoß mehr. Aber dennoch ziehen unzählige Bücher, Bilder und Filme, in welchen es um "das Eine" geht, nach wie vor ein riesiges Interesse auf sich.
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Für Michael Merkel, Projektleiter der Ausstellung «100 000 Jahre Sex» im Hamburger Helms-Museum (noch bis 16. Januar, ab 29. September im Dresdener Landesmuseum für Vorgeschichte), ist dies kein neues Phänomen: Die Schau zeigt, dass es beim Thema Sex nichts Neues unter Sonne gibt. Der Prähistoriker verweist dafür insbesondere auf die römische Zeit, in der sexuelle Szenen ganz plakativ auf Wände gemalt wurden und sich die männlichen Bürger alle Freiheiten genommen hätten. In der Ausstellung sind neben steinzeitlichen Fruchtbarkeitssymbolen, auch das älteste Kondom und Keuschheitsgürtel aus dem 19. Jahrhundert zu sehen. Die Tübinger Verlegerin Claudia Gehrke, deren Konkursbuch-Verlag vor allem erotische Literatur im Programm hat, sieht die heutige Lage zwiespältig: "Sex gilt heute als Freizeitvergnügen. Es gibt Clubs und Vereine, Sexshops - auch für Frauen -, SM-Stammtische und -Partys." Dennoch bleibe, so Gehrke, die Sexualität nach wie vor ein heikles Feld, weil sie mit Liebe, Verliebtheit und Eifersucht verknüpft sei. Auch die Flut an Sexratgeber-Literatur beurteilt die Verlegerin zweischneidig: Zwar hätten dank dieser Bücher jetzt wahrscheinlich mehr Frauen Orgasmen als zu Großmutters Zeiten. "Dafür sind die Leser und Leserinnen beim Sex auch mehr befangen, weil sie sich ständig fragen: ,Streichle ich jetzt richtig?, meint Gehrke." An ihre vorwiegend weiblichen Autoren hat die Verlegerin, die auch das Jahrbuch der Erotik «Mein heimliches Auge» herausgibt, den Anspruch, dass Sex nicht nur als Spiel und Sport gefeiert wird: "Die Sprengkraft der Sexualität darf sich nicht in das marktkompatible "Anything-goes" verkrümeln." Kurze Erzählungen, die dieser Erwartung genügen, finden sich in dem von Susanne Schüssler und Hans-Gerd Koch zusammengestellten Band «Liebe nach Mitternacht». Von Doris Lessing über Javier Marías bis zu A.L. Kennedy reicht der Reigen der Autoren, in deren Geschichten die sexuelle Lust die Triebfeder der Handlung ist. Für Lea Söhner, Inhaberin eines privaten Lehrinstituts für sinnliche Lebensqualität und Sexualität in Stuttgart, ist die Omnipräsenz der Erotik Ausdruck eines paradoxen Phänomens: "Gerade weil die Sexualität in unserer Zeit nicht angemessen gewürdigt wird, ist sie allgegenwärtig." Der Sex werde entweder auf feste Partnerschaften eingeschränkt oder in seelenlosen Formen wie der Pornografie ausgelebt. Söhner macht sich deshalb dafür stark, Sinnlichkeit und Sexualität als eine zu erlernende Kunst zu verstehen, die ihren Ort nicht nur im ehelichen Schlafzimmer hat. Wendy Doniger und Sudhir Kakar, die beiden Kommentatoren und Übersetzer einer neuen, zu Recht hoch gelobten Ausgabe des «Kamasutra», sehen das Ziel der altindischen Liebesschule in einer ähnlichen Richtung. Ihnen zufolge geht es im Kamasutra darum, die erotische Lust sowohl von einer allzu rigiden Moral zu befreien als auch vor der "Glut des triebhaften Begehrens" zu bewahren. Damit die Sexualität das menschliche Leben wirklich bereichere, müsse sie kultiviert werden. dpa-meldung vom 23.12.2004 |
Dakini
Massagen & Events Um eine Hawaii-Massage
hat das Dakini-Institut in diesem Herbst sein Angebot an ganzheitlichen
Wellnessmassagen erweitert. Die Dakini-Hawaii-Massage wurde speziell für
das Stuttgarter Unternehmen entwickelt. Sie ist eine Abwandlung einer
traditionellen, auf Hawaii entwickelten Massage, welche Körper, Geist
und Seele in Einklang bringt. IHK-Magazin Januar 2005 |
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Die Kultur der Thermalbäder ist nördlich der Alpen seit dem Abzug der letzten römischen Legionäre leider auf ein paar wenige Stationen im Lande konzentriert. Dennoch erfordert die kalte Jahreszeit erwärmende Massnahmen: die kräftigenden bodenständigen Speisen, wie braisierter Ochsenschwanz, Speck und Bohnen oder Kartoffelgratins segnen uns mit ausreichend Kalorien, um der Kälte zu trotzen. Wärme gleichsam als Nachspeise vermitteln aber auch und gerade dem Gastrophilen geeignete Körpermassagen. Die Firma Dakini hat Massage-Know-how rund um den Erdball gesammelt und in einem eigenen Programm integriert. Ziel ist die Balance zwischen Innen und Aussen, also eine Art Schwerelosigkeit für unbeschwerte Geniesser (AdM.) NZZ am Sonntag, 06.02.2005
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Wege aus dem Labyrinth des Begehrens In ein heikles Spannungsfeld begab sich am vergangenen Donnerstag der "Talk im Rosarium" im Stuttgarter Dakini-Institut. Unter dem Titel "Im Labyrinth des Begehrens" redeten die Liebesforscherin Dolores Richter aus Belzig bei Berlin und der Freiburger Tantralehrer Saleem Matthias Riek über den anscheinend endlosen Konflikt zwischen dem Wunsch des Herzens nach verlässlicher Bindung und dem anarchischen Treiben des Eros. Mit über hundert Zuhörern war das Rosarium bis auf den letzten Platz besetzt. Die beiden Gesprächspartner erzählten von ihren eigenen Erfahrungen in dieser Frage: Während Riek den Konflikt in einer monogamen Partnerschaft zu lösen versucht, geht Richter mit ihrem Partner ohne Heimlichkeit den Weg einer offenen Beziehung. Einig waren sich die beiden, dass es solche Freiräume wie das Dakini-Institut (www.dakinimassagen.de), in denen Sinnlichkeit und Sexualität gelehrt werden, in unserer Gesellschaft vermehrt braucht. aus: Stuttgarter Wochenblatt 16. Woche 2005
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![]() Umso wichtiger scheint der körperliche Kontakt mit dem Partner. Dafür gibt es weitaus mehr Varianten als nur Fellatio oder Cunnilingus. Schon das banale "Anfassen" kann zum Feuerwerk für die Sinne werden – mit einer erotischen Massage! Die Fakten sprechen
eindeutig dafür: Mit 1,6 Quadratmetern ist die Haut unser größtes
Sinnesorgan. Geschätzte fünf Millionen Zellen reagieren auf äußere
Reize: ob es nun Kälte, Hitze, Nässe oder eben Berührungen
sind. Tausende Rezeptoren jagen die aufgenommenen Informationen an das Gefühlszentrum
im Gehirn – es folgt ein kleiner Hormonrausch, denn wer zärtlich
angefasst wird, schüttet die Wohlfühlhormone Oxytocin und Prolaktin
aus. Doch weitaus wertvoller als diese schnöden körperlichen Folgen
sind die seelischen: "Durch die achtsame Berührung fühlt sich
ein Mensch begehrt, geliebt, angenommen. Der Mensch wird hart, wenn er nicht
mehr angefasst wird", so Lea Söhner. Liebe zur Langsamkeit Lust am ganzen
Körper Erregung am
ganzen Körper Balsam für
die Seele Und warum? Weil jetzt das wahre Abenteuer beginnt. Beide Partner sind gefordert, ihren Entdeckergeist wiederzubeleben und ihre Kreativität zu bemühen – für die Wiederentdeckung der Sinnlichkeit. Ganz nebenbei bringt eine solche Massage auch den Körper zum Glühen – und das Nachspiel kann beginnen. Wie sagt doch Beverly Angel: "Sinnlichkeit ist der große Unterschied zwischen reinem Sex und der liebenden Verbindung zweier Menschen."
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Erotische
Massage Wollen
Sie Ihre Partnerschaft neu beleben? Die vom Alltag verschütteten
Leidenschaften neu entfachen und den Partner auf ein Neues kennen lernen?
Wie wäre es mit romantischen und anregenden Stunden zu Zweit? Wie
wäre es also mit einem ganz besonderem und sinnlichem Vergnügen:
Einer Erotischen Massage! Kann es etwas Schöneres geben, als den
Liebsten/die Liebste mit liebevollen Berührungen zu verwöhnen
und dabei Lust und Wonnen zu wecken?! Sicher geht es bei der Erotischen Massage vordergründig um Lust und Sinnlichkeit, aber es geht auch um Gesundheit. Wie bei der Klassischen Massage sollen Energieblockaden gelöst und der Energiefluss stimuliert werden. Der Energiefluss verläuft über die Chakren (Energiezentren), welche auf der Mittelachse des Körpers liegen und miteinander verbunden sind. Ist dieser Fluss nun gestört, verringert das die innere Energie. Mit einer Massage, also sanften Berührungen und Druck, lässt sich das Gleichgewicht wiederherstellen. Das ist natürlich ein schöner Nebeneffekt, denn so kann eine Erotische Massage nicht nur Leidenschaft wecken, sondern obendrein das körperliche Wohlbefinden steigern! Vorbereitung ist alles Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Gelingen und das lässt sich mühelos auf viele Lebensbereiche anwenden. Auch bei der Erotischen Massage ist eine gute Vorbereitung unerlässlich. Nehmen Sie sich also Zeit: Informieren Sie sich! Stöbern Sie in Büchern! Lernen Sie mehr über Sinn und Zweck der Erotischen Massage! Machen Sie sich mit dem Thema Massagen allgemein vertraut, die Techniken, die Massage-Griffe und die Abfolge der Bewegungsabläufe sind schließlich ein wichtiges Werkzeug für lustvolle Berührungen. Sprechen Sie mit Ihrem Partner und tauschen Sie Ihre Vorstellungen und Wünsche aus, denn Sie treten als Team an und das bedeutet, dass man Grenzen oder ein Nein vorbehaltlos akzeptiert. Tja, eigentlich steht nun einer Erotischen Massage rein gar nichts mehr im Wege! Genießen Sie also, die sinnlichen Stunden zu Zweit! Dakini Massagen & Events ist ein Unternehmen, das Orte schafft zur Entfaltung sinnlicher Lebensqualität. In den exklusiv ausgestatteten Räumen in Stuttgart und im Kanton Zürich werden von insgesamt 30 Masseurinnen, die alle speziell ausgebildet sind, hochwertige ganzheitliche Körpermassagen für Frauen und Männer angeboten. Die Massagen zeichnen sich aus durch ihren rituellen Charakter und fein abgestimmten Aufbau sowie durch die Einbeziehung des ganzen Körpers einschließlich des Intimbereichs Wellness
for you, März 2005 |
Elle plus,
Dezember 2005 |
Die etwas andere Entspannung
Von Ralf Bachmayer Vaihingen.
Die allgegenwärtigen Wellness-Angebote gehören, oberflächlich
gesehen, zu einem gigantischen Wohlfühl- und Körperpflege-Markt.
Tiefer betrachtet zeigt sich, dass hier unser Bedürfnis und unsere
Sehnsucht nach Ganzheitlichkeit angesprochen werden. Was diesen Markt
dabei nicht unbedingt salonfähig macht sind die zahlreichen Massage-Studios
die mehr oder weniger eindeutig dem Prostituierten-Milieu zuzurechnen
sind. Dabei gibt es aber in diesem Bereich durchaus auch andere Beispiele.
Zeit für ein wenig Aufklärung. Stuttgarter Stadtanzeiger Woche 08/2006 |
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Lea Söhner in der Talkshow Aeschbacher im Schweizer Fernsehen am 25. Januar 2007 bei der Sendung Höhepunkte ... und hier der Link zur Sendung! |
Zu Weihnachten eine erotische Massage
Gehen Ihnen
auch langsam die Ideen aus, was Sie Ihrem Herzensmenschen zu Weihnachten schenken
sollen? Keine Lust auf weitere Parfüme, Bücher oder Pullover? Bei der tantrischen Philosophie geht es um die Verbindung von Gegensätzen. Zum Beispiel weiblich und männlich oder Sexualität und Spiritualität. Kurz: die Verbindung von Ying und Yang. Bei einer Tantra-Massage wird der ganze Körper berührt, gestreichelt und mit Hilfsmitteln wie Öl, warmem Wasser oder Federn stimuliert. Auf diese Weise werden sämtliche Sinne angeregt, man kann sich fallen lassen und ganz den Berührungen hingeben. Es geht dabei auch um Erotik, doch sie steht nicht im Vordergrund, sondern die Sinnlichkeit und das eigene Spüren. Lea Söhner, Gründerin des Dakini Wellness-Instituts in Zürich und des Dakini-Rosariums in Stuttgart setzt sich dafür ein, dass Berührungen in unserer leistungsorientierten Gesellschaft vermehrt kultiviert werden. Sie sagt: "Mir liegts einfach am Herzen, einen Beitrag zu leisten für eine wirklich echte Berührungskultur. Aufgrund unserer christlich-westlichen Tradition fehlt uns die Kultivierung der Sinnlichkeit. Auch die Sexualität wurde lange verteufelt, heute wird sie in den Medien hochstilisiert. Aber eine Kultivierung von Sinnlichkeit, Nähe und Berührungen, die den Menschen wirklich ganz meint, das fehlt. Und dazu möchte ich etwas beitragen mit meinem Betrieb."
Nacktheit als natürlicher Zustand Das ungewohnte an den Tantra-Massagen im Dakini oder ähnlichen Instituten ist, dass sämtliche Beteiligte nackt sind. Derjenige, der sich massieren lässt, ob Einzelperson oder Paar, aber auch die Masseurin oder der Masseur. Diese sind allerdings immer die Aktiven, die Gäste die Passiven. Lea Söhner zum Grund dieser Nacktheit: "Bei uns ist die Trennung von Geben und Nehmen klar definiert. Das zeichnet unsere Tantra-Massagen aus, dass die Masseurin gibt und der Gast empfängt. Es ist schon auch eine Massage mit Körperkontakt, man kommt sich sehr nahe. Denn für eine echte Begegnung ist es sehr wichtig, dass die Beteiligten auf der gleichen Stufe sind. Dafür geben wir unsere Echtheit. Allerdings: Wir wollen nicht mit unseren Körpern etwas machen lassen." Das heisst: Die Masseurinnen sind keine Projektionsflächen für eigene sexuelle Phantasien. Wer die schnelle sexuelle Entladung sucht, der geht daher besser in ein herkömmliches Etablissement.
Für alle Menschen Wie bereits
erwähnt, ist die Tantra-Massage nicht nur etwas für Paare, sondern
auch für Einzelpersonen. Lea Söhner ist es sehr wichtig, darauf
hinzuweisen, dass die Menschen nicht wegen einem Mangel in ihr Institut kommen,
sondern weil sie sich bereichern möchten. Dabei kann es um Anregungen
gehen für das eigene Liebesleben. Bei den Berührungen kann aber
auch einfach der Umgang mit sich selbst, seinem Körper und seiner Sexualität
neu entdeckt werden. Ohne dass man deswegen ein Esoteriker sein muss.
Der Tantramassage-Verband in Deutschland umschreibt Tantra wie folgt: Der Begriff Tantra verweist auf die altindische Kultur, in der die sexuelle Natur des Menschen angenommen und geachtet wurde. Der Körper gilt als Tempel der Seele und wird ganzheitlich behandelt. Der Massageempfänger ist in der passiven Rolle und erlebt eine intensive Reise durch den eigenen Körper. In der Tantramassage verbinden sich tiefe Entspannung und Wohlgefühl einerseits und andererseits die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit konkreten sexualtherapeutischen Themen in einem Rahmen, der frei von Scham und Erwartungsdruck ist. Theoretische Wurzeln gehen dabei unter anderem zurück auf Wilhelm Reich, Carl Gustav Jung, Carl Rogers und Alexander Lowen, weitere Anregungen kamen von Mantak Chia, Joseph Kramer und Annie Sprinkle. www.konsum.tv, 7.12.2007 |
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Sanfte Berührungen
auf warmer, geschmeidiger Haut. Dazu entspannende Musik, gedämpftes Licht
und - der grösste Luxus: Viel Zeit. Sendung des Schweizer Magazins KonsumTV vom 9.12.2007
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Film über Dakini beginnt Minute 21:00 |
Nächste Station: Traumberuf Wellness-Existenzgründung: Das eigene Massage-Studio
„Ich war
immer auf der Suche“, sagt Lea Söhner, die in Stuttgart das Massagestudio
„Dakini“ leitet, in dem tantrische Massagen angeboten werden.
Am Anfang war sie, die aus einem streng evangelisch-pietistischen Elternhaus
stammt, auf der Suche nach seriösen theologischen Antworten. Sie beschäftigte
sich mit feministischer Theologie und dem Matriarchat, besuchte Kurse und
Seminare.
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Pressetext I, Stuttgart und Zürich im Juli 2008 „Die Versprechen
der sexuellen Befreiung einlösen“
Lea Söhner, die Chefin des Dakini-Instituts in Stuttgart und Zürich, sieht die Sache differenzierter: „Die sexuelle Befreiung von 1968 war grundsätzlich nötig und wichtig, weil wir erst seit dieser Zeit unser sexuelles Leben frei bestimmen können.“ Zugleich sei es aber so, meint Söhner, dass sich schon bald nach `68 Ratlosigkeit und Überforderung bei den Menschen breit gemacht hätten: „Nachdem die alte Sexualmoral aufgebrochen wurde, ist ein Vakuum entstanden, welches insbesondere die Werbung und die Medien für sich genutzt haben – nach dem Motto ‚sex sells’.“ Für Söhner erwächst aus dieser Schieflage die immer noch aktuelle Aufgabe, eine „neue Kultur der Sinnlichkeit und Sexualität“ zu schaffen. Auch das Dakini selbst, ein Institut für tantrische und andere sensuelle Massagen, wäre wohl ohne `68 nicht möglich gewesen. Dass nämlich diese Art sinnlicher Dienstleistungen offen und seriös angeboten werden können. dafür hat die sexuelle Befreiung allererst den Weg geebnet. Natürlich liegt der Verdacht nahe, dass das Dakini einfach nur von der neuen Freizügigkeit profitiert. Doch schaut man genauer hin, so zeigt sich bei diesem Unternehmen eine ausgefeilte Philosophie, die Potentiale der sexuellen Befreiung verwirklichen möchte. Für Söhner besteht der Wert des Dakini nicht zuletzt darin, dass die Massageangebote nichts mit den Auswüchsen im Rotlichtmilieu zu tun haben: „Die Masseurinnen sind umfassend geschult und wissen, wie man einen ehrlichen und zugleich intimen Kontakt zu dem Kunden herstellt. Dabei leisten sie eine Dienstleistung ohne ihren Körper zur Verfügung zu stellen: Denn ein sexueller Kontakt ist von vornherein ausgeschlossen und die Rollen zwischen Gebendem und Empfangenem sind klar verteilt.“ Auch spielen die Dakini-Masseurinnen ihren Kunden kein aufgesetztes Begehren vor: „Diese werden vielmehr mit Respekt und Wertschätzung von den Masseurinnen empfangen“, erläutert Söhner den Ablauf eines Massage-Rituals. Im weiteren Verlauf kann sich der Kunde dann ganz entspannen und ohne Leistungsdruck sich selbst als sinnliches und sexuelles Wesen erfahren. „Mein Anliegen ist es“, sagt die Dakini-Chefin, „Räume zu schaffen, in denen Sexualität – jenseits von Liebesbeziehungen und nicht in Konkurrenz zu diesen – offen und würdevoll gelebt werden kann. Darin sehe ich die Einlösung eines Versprechens der 68er-Zeit.“
Pressetext II, Stuttgart und Zürich im Juli 2008
Seit 2004 lädt
das „Rosarium“, ein Zweig des Dakini-Unternehmens, einmal im Jahr
zu einem „Rosariumsgespräch“ nach Stuttgart und Zürich
ein. Die Atmosphäre dieser Gespräche ist inspiriert von Rosarien,
diesen, kleinen, sinnenfreudigen Gärten und Innenhöfen, die öffentlich
zugänglich sind und zugleich zur geistigen Einkehr einladen. Sie bieten
ein Forum, in dem wichtige, auch heikle Lebensthemen wie Liebe, Partnerschaft,
Sinnlichkeit und Sexualität achtsam und direkt angesprochen werden. Dabei
steht das unmittelbar Menschliche im Fokus. Fachliche, gesellschaftliche und
historische Aspekte werden mit beleuchtet. In den vergangenen Jahr stießen die Rosariumsgespräche stets auf große Resonanz: So verfolgten rund hundert Zuhörerinnen und Zuhörer im November 2007 in Stuttgart und Zürich ein Gespräch zwischen der amerikanischen Sexualtherapeutin Maggie Tapert und dem Berner Paartherapeuten Robert Fischer zum Thema „LustWandlungen - Metamorphosen von Liebe und Sexualität im Lauf des Lebens“. Die beiden Gäste beleuchteten die unterschiedlichen Etappen unseres Liebeslebens – von der Geburt bis zur Zeit des Sterbens. Sie gingen dabei auch der Frage nach, warum in vielen Paarbeziehungen nach ein paar Jahren - oft nach der Geburt des ersten Kindes - Intimität und Sexualität nur noch einen Schattendasein führen oder zumindest beeinträchtigt werden. Das zweite Rosariumsgespräch im Herbst 2005 „Vom Höchsten der Gefühle - Der Orgasmus zwischen Leistung und Erleuchtung“ führte den renommierten Wissenschaftsjournalisten Rolf Degen („Das Ende des Bösen“) mit der Autorin und Tantra-Lehrerin Christine Janson („Lust auf Liebe“) zusammen. Bei der Premiere der Rosariumsgespräche im Herbst 2004 begaben sich die Liebesforscherin Dolores Ute Richter und der Tantralehrer Saleem Matthias Riek in das „Labyrinth des Begehrens“: Sie suchten nach Lösungen für den anscheinend endlosen Konflikt zwischen dem Wunsch des Herzens nach verlässlicher Bindung und dem anarchischen Treiben des Eros.
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